Che bel fior!

Den Newsletter in seinem Lauf, halten weder Ochs noch Esel auf. Die zwei Tage Verzögerung, Genossen, sind Teil des Plans. “Die Eskapade” erscheint heute an dem Tag der Woche, an dem wir Werktätigen uns der geistigen Erbauung widmen. Ist dieser Tag besser gewählt? Mit Ausgabe 6 werden wir auf die Straße treten und uns als Alternative zu bourgeoisen Insta-Stories und dekandenten dm-Hauls empfehlen. In der Zeit bis dahin sind wir besonders auf Deine Kritik angewiesen. Bezichtigungen gegen die Schriftleitung nimmt Dein örtlicher Newslettersekretär gerne entgegen.  Weiterlesen →

Ich clack Dich

Nach dem letzten Newsletter bekam ich zu hören: “Wie, nur Text? Und kaum Bilder?” Also gut, diesmal ganz ohne “Rumgehühner” (Ex-Chef zu mir). Dafür knackig, knapp und kakophonisch: Ausgabe drei von “Die Eskapade”.  Weiterlesen →

Reconquista gute Laune!

Das ist die zweite Ausgabe von “Die Eskapade”. Wer das liest, ist nicht doof, sondern hat sich bereit erklärt, Testleser zu sein. Also die meisten haben das (‘Tschuldigung, Mama). Der erste Newsletter war dazu da, die Maschine zum Laufen zu bringen, der Text war im Grunde Füllmaterial. Die Mail sollte bei Dir im Postfach landen, aber ich nicht im Knast wegen der DSGVO. Beides hat geklappt.

Jetzt wird der Inhalt probiert. Denn fest steht bisher nur: “Die Eskapade” soll nicht noch mal durchkauen, was Tagesschau, Böhmermann und Gauland eh schon durchgekaut haben. Denn: Das haben die ja eh schon durchgekaut. Mit der “Eskapade” hauen ihr und ich ab aus dem Eh-da – deshalb heißt sie ja auch so. Fakenews und Hasstrolle bleiben draußen. Aber hier wird nicht empört über’s doofe Internet, sondern: Reconquista gute Laune!

Das klingt ja nett, Andreas. Aber was heißt das genau? – Ich hab doch auch keine Ahnung! Ideen hab ich. Die werde ich in den nächsten vier Ausgaben ausprobieren. Ihr müsst nichts weiter tun. Wenn ihr mir aber sagt, was ihr gut fandet und was nicht, freue ich mich sehr. Eine Nachricht wäre mein größtes Glück. Aber eine Abstimmung per Daumen am Ende des Newsletters hilft mir auch schon sehr.

Genug gequatscht. Los geht’s.  Weiterlesen →

My name is Laux

Willkommen in der Eskapade, der Newsletter-Flucht aus irgendwo. Eigentlich gibt’s dafür das Wochenende. Aber selbst an dem trommeln die 140 Zeichen, die Shits und die Storms. Hier ruhen wir noch mal kurz aus, machen Tank & Rast im Kopf. Dann klappt’s auch mit dem Wochenende.

Bis nächste Woche
Andreas  Weiterlesen →

Out of Bütow

Mama fährt bei Hansi mit. Sagt sie, und hakt sich bei Hansi ein. Sie gehen beide über den Friedhofsparkplatz in Richtung Hansis Auto. Ich guck Papa an über das Dach seines Opels. „Hansi ist ein alter Freund Deiner Mutter.“ Ah, denke ich. Wir steigen ein. Nix besonderes also. „Sechs Wochen, bevor ich Deine Mutter kennengelernt habe, waren die noch zusammen.“ Bitte?! „Also Ex-Freund, Papa!“ Mein Vater schmunzelt und dreht den Schlüssel um.  Weiterlesen →

Lebensheiser

Ich kann das nicht nachmachen, dieses Nuscheln. Es klang, als würde Ottfried Fischer die Lottozahlen vorlesen und dabei Gummibärchen naschen. Meine zweieinhalb Jahre alte Tochter weiß zwar nicht, wer Ottfried Fischer ist, aber komisch fand sie das Nuscheln auch.  Weiterlesen →

Viele Spätis, nur ein Späzi

Einen Vorteil muss es ja haben, wenn man aus Bielefeld kommt. Welcher das bitte schön sein könnte? Der hier: Dumme Sprüche über meine Vaterstadt können mir nichts anhaben. Ich kenne sie alle. Alle Witze, alle Beleidigung, alle Sprüche habe ich gehört. Ich habe geweint, geschrien, mit den Augen gerollt. Jetzt bin ich immun. Selbst auf den allerneuesten Schenkelklopfer (“Bielefeld gibt’s doch gar nicht”) reagiere ich inzwischen wie ein Blinder, der gesagt bekommt, dass er zwei verschiedene Socken anhat: mit ganz egalem Schulterzucken.  Weiterlesen →

Kann gut sein

“Magst ein’ Honig?” Der kleine Mann mit dem roten Kopf zeigt auf eine schwarze Sporttasche zu seinen Füßen. Ich erkenne ein gutes Dutzend Gläser. “Wie bitte?” – “Hooo-nig!” Das Drängen des Gedrungenen passt gut in die Zeit. Immerhin ist es Samstagmorgen. Da werden entweder Autos gewaschen oder eben Einkäufe erledigt. Ein Auto habe ich nicht, vom Einkaufen komme ich gerade. Aber Honig? Der ist für mich das, was er eben ist: Insekten-Kotze. Und wenn es mich doch einmal danach gelüsten sollte, dann kaufe ich ihn bestimmt nicht hier. Auf dem Bürgersteig vor der chemischen Reinigung, zwei Gehminuten weit weg von meiner Wohnung. “Danke, aber nein.”  Weiterlesen →

München, ein Dixi-Klo

München ist schön: die Stadt so sauber, die Ordnung so aufrecht, die Bewohner so putzig, wenn sie Weltmann spielen. Ein bisschen trutschig ist München, aber was soll’s? Nicht ganz zufällig textete ausgerechnet Münchens Millionendorf-Rapper Fatoni: “Es ist nicht, wo Du bist. Es ist, was Du machst.” Und was macht München? Einmal im Jahr verkleidet es sich als Dixi-Klo. Eines, das übergelaufen ist. Eines, das drei besoffene Halbstarke umgeworfen haben. Dann ist wieder Oktoberfest.  Weiterlesen →

Opa, weißt Du noch?

Mein Opa mochte Rätsel. Kreuzworträtsel. Ich sehe ihn noch liegen auf dem kurzen Sofa, dicke Kissen im Rücken, die Beine hängen am anderen Ende über. In der Hand einen Kuli, auf dem Bauch steht das Heft. Ich mümmel Hefezopf mit Nutella und gucke Blödsinn im Privatfernsehen. Zu Hause gab’s kein Kabel und Schlechtes aus Zucker. Bei Oma und Opa schon.  Weiterlesen →